510. Todestag des Hochmeisters Friedrich von Sachsen

Friedrich von Sachsen, eigentlich Friedrich von Wettin, wurde am 26. Oktober 1473 in Torgau geboren und war der Sohn des Herzogs Albrecht von Sachsen und der Prinzessin Zden von Böhmen. Von 1491 bis 1495 an den Universitäten von Siena, Bologna und Leipzig studierend, trat er 1498 in den Deutschen Orden ein, wobei seine Wahl zum Hochmeister die Voraussetzung war, was dann auch am 29. September des Jahres geschah.

Seine Amtszeit war durch eine energische Reformpolitik geprägt. Eine umfangreiche Visitationstätigkeit führte zur Errichtung einer Revisionskommission zur Kontrolle der Ausgaben, wie auch zur Errichtung eines Hofgerichts, welches als oberste juristische Instanz im Ordensstaat fungierte. Überhaupt kam es zu einer Neuordnung des Ordenssaates und auch zu einer Reform des Münzsystems in diesem. 1507 verabschiedete er eine Kriegsordnung, welche eine allgemeine Wehrpflicht aller Bürger des Ordensstaates vorsah und 18.000 Bürger umfasste. Hochmeister Friedrich von Sachsen und nicht Napolen muss also als der eigentliche Erfinder der allgemeinen Wehrpflicht betrachtet werden.

Da sich der Hochmeister einem Treueeid gegenüber dem König von Preußen verweigerte, verlegte er 1507 seine Residenz nach Rochlitz in Sachsen und überließ die Regierung des Ordenslandes dem Großkomtur. Der beliebte Hochmeister verstarb am 14. Dezember 1510 zu Rochlitz und wurde in der Fürstengruft des Doms von Meißen beigesetzt.

(Artikel: P. Damian Hungs OT)

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